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Eine ehemalige Grundschule wird zur Notunterkunft

Innerhalb weniger Stunden wurde am Freitag die ehemaligen Grundschule Achterrathsfeld in Moers Kapellen in eine Notunterkunft für 150 Asylbewerber eingerichtet.

Foto: M. Hangert / DRK Rheinberg

Foto: O. Rühl / DRK Rheinberg

Foto: O. Rühl / DRK Rheinberg

Die Stadt Moers erhielt in der vergangenen Woche den Auftrag zur Einrichtung einer Notunterkunft vom Land Nordrhein-Westfalen. Für die Einrichtung der Notunterkunft unterstützte der Kreisverband Niederrhein die Stadt Moers.
Mit Hilfe von 15 Helfern unseres Stadtverbandes, wurde die Schule innerhalb von wenigen Stunden in eine Notunterkunft umfunktioniert.

Das notwenige Material kommt fast ausschließlich aus Reserven, die alle beteiligten DRK Gliederungen im Rahmen des komplexen Hilfeleistungssystems des DRK vorhalten. Nur deshalb war es möglich in kürzester Zeit über 300 Decken, 150 Feldbetten, 2 Industriegeschirrspühlmaschienen und vieles mehr bereitzustellen. Da nur zusätzliches Material eingesetzt wird, kann auch die Einsatzfähigkeit der Einsatzeinheiten sowie des Einsatzzuges Rettung erhalten bleiben. Dies zeigt um so mehr wie wichtig es ist Vorräte und Reserven für außergewöhnliche Lagen vorzuhalten.

Neben den Einrichten der Schlafräume, unterstützen unsere Rheinberger Betreuungshelfer bei der Verpflegungsausgabe und halfen den Neuankömmlingen beim zurechtfinden in der Notunterkunft.
Mit Dr. Gollan war auch unser Bereitschaftsarzt vor Ort. Dr. Gollan unterstütze mit einer Ärztin des DRK-Alpen die Ärzte des Gesundheitsamtes Moers bei der Eingangsuntersuchung der neuen Besucher. Beide Ärzte stellten zusammen mit den Rettungsdienstlern und ausgebildeten Pflegekräften des DRK Alpen und DRK Rheinberg auch die Sanitätsdienstliche Versorgung über das komplette Wochenende sicher.

Da zusätzlich zum DRK Alpen und Rheinberg auch unter anderem noch Kollegen als Wesel und Moers vor Ort halfen, ist eine Organisation und Führung natürlich unumgänglich. Auch dabei spielt Rheinberg eine wichtige Rolle. Vier ausgebildete Führungskräfte aus Rheinberg übernahmen bereits im Laufe der vergangenen Tage das Zepter im Auftrag der Stadt Moers.

Damit das Zusammenspiel der einzelnen Kräfte tadellos funktioniert finden regelmässig Besprechungen mit allen Beteiligten vom DRK, der Stadt Moers und vielen weiteren Institutionen statt. Am Montag nahm auch Ralf Jäger (Innenminister von NRW) an der Morgenbesprechung teil um sich vor Ort zu Informieren.

Auch in der aktuellen Woche sind wir als DRK Rheinberg wieder stark vertreten. Neben der Sanitätsstation die wir hauptsächlich mit den Kollegen aus Alpen 24h am Tag betreiben, sind auch unsere Betreuer bei den Verpflegungsausgaben eingebunden. Zusätzlich werden wir auch weiter einen wichtigen Bestandteil der Führung stellen.

Viele der eingesetzten Helfer investieren ihren Urlaub und ihre komplette Freizeit um helfen zu können. Auch hört man nicht selten: „Jetzt ab ins Büro! Der Beruf geht ja weiter...“
Es ist schön zu wissen, dass unsere Helfer den Leitsatz des Roten Kreuzes nicht nur kennen sondern wirklich leben.

Diesen möchten wir Ihnen noch mitgeben:
„Wir vom Roten Kreuz sind Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuz und Rothalbmondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.  Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein.“

Vielen Dank allen Helfern und den Mitarbeitern der Stadt Moers für die wunderbare Zusammenarbeit.

28. Juli 2015 21:16 Uhr. Alter: 7 Jahre