Sie sind hier: Aktuelles / News » Exkurs "Triage"

Kontakt

DRK-Stadtverband Rheinberg e.V.
Melkweg 3
47495 Rheinberg
Telefon 02843 9063-0
Telefax 02843 9065-37

info[at]drk-rheinberg[dot]de

Exkurs "Triage"

In unserem Beitrag zuvor haben wir das Thema Behandlungsplatz aufgegriffen. Heute möchten wir Euch im groben das Konzept erklären.

Foto: DRK Rheinberg e.V.

Doch zuvor müssen wir einen kleinen Exkurs in das „Triage“ System geben. In Deutschland werden Ereignisse mit einer größeren Anzahl an Verletzten und Betroffenen in Sichtungskategorien unterteilt. Das liegt daran, dass zu Beginn des Einsatzes nicht genug Ressourcen zu Verfügung stehen, um allen eine adäquate Versorgung zu kommen zu lassen. So werden Menschen, die so schwer verletzt sind, dass sie innerhalb kürzester Zeit Streben können mit der Sichtungskategorie 1 versehen. Menschen die schwer verletzt sind aber deren Versorgung warten kann werden mit der Kategorie 2 versehen. In der Sichtungskategorie 3 werden die Menschen gesichtet die leicht verletzt sind und keine sofortige Behandlung benötigen, so etwas wäre beispielsweise ein gebrochener Arm. Jetzt kommen wir zu einer Kategorie, die man sicherlich ethisch diskutieren kann, wir bitten dennoch um einen sachlichen Diskurs. Die Kategorie 4 muss vom leitenden Notarzt freigegeben, in dieser Kategorie werden Menschen gesichtet, deren Überlebenschance sehr gering ist. Sie werden palliativ behandelt. Diese Kategorie wurde nach unseren Erkenntnissen noch nie freigegeben.

Wir hoffen, dass es auch so bleibt. Es wäre auch für unsere Helfer eine starke seelische Belastung. Diese Kategorie wird z.B. dann freigeben, wenn die Ressourcen zu Knapp sind um jeden Schwerverletzten zu behandeln. Doch sobald diese wieder verfügbar sind, werden diese Patienten wird in die Kategorie 1 zurückgestuft.

Jetzt die Frage was ist mit unverletzten und bereits verstorbenen Personen?

Nach dem aktuell gängigen Triage-System werden diese nicht erfasst, jedoch hat der Katastrophenschutz eine eigene Möglichkeit entwickelt trotzdem Daten zu erfassen. Unverletzte werden an der Einsatzstelle durch den Betreuungsdienst registriert und versorgt. Patienten die bereits verstorben sind werden mit einer schwarzen Karte gekennzeichnet und erst nach der Versorgung der restlichen Patienten erfasst.

15. Dezember 2018 22:57 Uhr. Alter: 245 Tage